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ICH HABE GERADE RICHTIG BOCK AUF FARBE5 min read

ICH HABE GERADE RICHTIG BOCK AUF FARBE5 min read

Ich hab grad richtig Bock auf Farbe – woran das liegt und was es mit sich bringt

 

Ich überrasche mich gerade selbst! Warum? Ich habe plötzlich Lust auf Farbe.

Jeder der mich auch nur ein bisschen kennt, weiß es: Schwarz und Weiß sind einfach meine „Farben“! Ich liebs einfach. Da geht auch noch ein wenig grau, beige, khaki und so.
Aber auf einmal haben mich ein paar gedeckte Herbst-Farbkombis total gecatched.
Dunkles lila mit oliv, grau mit burgundy, dunkelblau mit einem erdigen braun.

Ich hatte das Gefühl, ich brauche das. Nicht weils gerade trendy ist, sondern weil es sich gerade richtig anfühlt.

Woran liegt das eigentlich, dass Farbe manchmal so ruft?

Farbe als Stimmungsbarometer

 

Ich glaube, wir unterschätzen, wie stark unsere innere Welt unsere ästhetischen Entscheidungen beeinflusst.
Wenn wir uns verändern, wenn wir wachsen, loslassen, neu anfangen, dann sucht unser Geist oft nach einem sichtbaren Ausdruck dafür.

Manchmal ist das ein Haarschnitt.
Manchmal ein neues Ritual.
Und manchmal… eben Farbe.

Dieses intuitive sich hingezogen fühlen zu bestimmten Tönen ist kein Zufall.
Es ist wie ein Spiegel.
Rot ruft, wenn du dich lebendig fühlen willst.
Gelb, wenn du Leichtigkeit suchst.
Blau, wenn du Ruhe brauchst.
Und manchmal greifst du zu Pink, einfach weil du spürst: Ich will mich wieder fühlen.

Ich steh grad auf Weinrot. Vielleicht natürlich auch, weil ich’s echt überall sehe: Aber auch das ist völlig in Ordnung, wenn es sich nach dir anfühlt.

 

Der Mut, sich zu zeigen

 

Farbe zu tragen ist nie nur eine Stilfrage. Es ist eine Entscheidung, sichtbar zu sein.
Denn Farbe fordert Präsenz.
Sie sagt: „Ich nehme Raum ein.“
Und das ist gerade für viele Frauen ein Riesenschritt, weil Sichtbarkeit oft mit Bewertung verknüpft ist.

Aber genau hier beginnt Empowerment:
Wenn du dich selbst nicht länger zensierst, sondern dich traust, das zu tragen, was sich nach dir anfühlt, egal, ob es anderen „zu laut“ ist oder nicht.

Farbe ist Selbstermächtigung in Textilform.

 

Der psychologische Effekt von Farbe

 

Es gibt unzählige Studien darüber, wie Farbe wirkt: auf unsere Stimmung, unsere Energie, unsere Kommunikation.
Aber was ich in meiner Arbeit immer wieder erlebe:
Es geht weniger darum, welche Farbe du trägst, sondern warum.

Wenn du eine Farbe wählst, die dich emotional stärkt, verändert sich deine Körperhaltung.
Dein Blick.
Deine Präsenz.

Das ist der Moment, in dem Stil eben mehr ist als nur Klamotte oder schön und „vorteilhaft“ aussehen.

Warum Neutralität oft ein Schutzmechanismus ist

 

Viele greifen zu neutralen Tönen, weil sie „zu allem passen“.
Aber oft steckt dahinter auch etwas anderes: der Wunsch, nicht aufzufallen.

Sicher zu sein. Nicht bewertet zu werden.

Ich sag das ohne Wertung, denn ich liebe ja selbst Neutrals.
Das soll nur ein kleiner Impuls für dich sein, einmal drüber nachzudenken, warum du eigentlich immer neutrale Töne trägst: magst du sie einfach oder möchtest du nicht auffallen?
Es wird reicher, wenn wir uns erlauben, gesehen zu werden.

Und manchmal beginnt das mit etwas so Simplem wie einem farbigen Pullover. Eins gilt aber: Du musst nicht sichtbar sein. Wenn sich keine Farbe für dich gut anfühlt, dann ist das auch super.

Mein Fazit: Folge deinem Farbhunger

 

Wenn du also spürst, dass du gerade Lust auf Farbe hast: Folge dem Impuls.
Er ist ein Zeichen dafür, dass sich etwas in dir tut.
Und wenn du morgen doch wieder lieber zu den Neutrals greifst, auch gut. Denk immer dran: alles kann, nichts muss! In der Mode und in deinem Stil gibt es keine Regeln!

Lust, deine eigene Farbenergie zu entdecken?


Bald gibt’s noch mehr Infos zu meinem kommenden Onlinekurs zum Thema Farbe. Also bleib dran!

Welche Farben liebst du? Haben sich deine Lieblingsfarben im Laufe der Zeit geändert? Schreibs m ir in die Kommentare!

Heike

4 Comments
  • Lisa Purker
    Posted at 19:33h, 04 November Antworten

    „Farbe tragen als textile Form der Selbstermächtigung“ – endlich hab ich einen Ausdruck für das, was ich praktiziere! 😉 Danke, Heike, für diesen anregenden Blogpost! 💜

  • Michaela Brunnauer
    Posted at 20:57h, 04 November Antworten

    Früher schwarz, Dunkelblau, Jeansfarben – in meiner Jugend sozusagen 😅 da glaub ich ist schon etwas dran am „nicht auffallen“
    Dann kam Violett und Lilatöne
    Weinrot war auch mal ein Thema (und ist es noch) auch Dunkelgrün
    Aktuell mag ich Magenta und Beerentöne sehr gerne. Aber ich fühle mich auch immer noch in den verschiedensten Blautönen sehr zu Hause

  • Andrea
    Posted at 07:25h, 05 November Antworten

    Guten Morgen liebe Heike vielen lieben Dank für den tollen Beitrag ❤️ trage gerne Farben nur nicht gerne Muster ausser Leo und Zebra manche Farben stehen mir nicht zumindest in Gesichtsnähe das habe ich herausgefunden dann trage ich sie eben als Hose oder Rock habe ein paar Sommerkleider die ich schön finde dich ich komme mit den Mustern nicht klar warum ich sie gekauft habe ist mir ein Rätsel 😂 irgendwann fühle ich die Muster und dann dürfen sie an die frische Luft bis dahin hütet sie der Schrank 😂 liebe Grüße aus Karlsruhe

  • Monika Schnee
    Posted at 08:39h, 05 November Antworten

    Liebe Heike,
    danke für Deinen Blogartikel… er öffnet mir die Augen. Bei mir ist es nämlich gerade andersherum. Ich hatte bis vor kurzem eine sehr bunten Kleiderschrank und nun zieht es mich mehr zu schlichten Teilen und gedeckten Farben. Aber Du hast Recht, es liegt auch an der Stimmung. Bei mir ist so viel passiet dieses jahr, meine Eltern sind gestorben und vieleicht ist das wirklich Ausdruck meiner Sehnsucht nach Ruhe…
    Liebe Grüße
    Monika

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