monte miau | MADE in Mannheim
monte miau ist Heike Katzenberger Damen- und Herrenschneidermeisterin. monte miau bietet Massanfertigungen und eine Kollektion an in den Mannheimer Quadraten an. Das Atelier besteht seit 2009 und seit 2017 ist zudem ein Showroom integriert.
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MADE in Mannheim

MADE in Mannheim

monte miau war wieder im Mannheimer Morgen, dieses Mal in der Beilage zum Thema Mannheim- Meine Heimat.
Hier der Artikel:

Mode ist sicher nicht das, was man zu allererst mit Mannheim assoziiert. Doch ein Name genießt Weltruf: Dorothee Schumacher. Von hier aus, inmitten des Industriehafens, in den Hallen einer zum Loft umgebauten früheren Kartonagenfabrik, hat die charismatische Modeschöpferin ihre Karriere gestartet und ein Unternehmen aufgebaut, das mittlerweile 140 Mitarbeiter beschäftigt und Showrooms unter anderem in New York, Paris und London, in Mailand und Moskau, München und auf den Mannheimer Planken unterhält. Dass die Designerin Mannheim als Standort wählte und nicht Berlin oder ihre Geburtsstadt Düsseldorf, begründet sie: „Schon seit hunderten von Jahren empfängt Mannheim Kreative und Freidenker mit offenen Armen. Das liebe ich so an dieser Stadt.“

Regine Maier sieht das ganz ähnlich. Die gebürtige Mannheimerin hat Modedesign studiert und für Labels wie Jil Sander, Otto Kern, Porsche und René Lezard gearbeitet, doch immer war klar: Selbstständig würde sie sich in Mannheim machen. „Ich hänge an der Stadt und ihren Menschen, und in wenigen Stunden bin ich in Paris, wenn mir danach ist“, sagt sie. Ihre Kollektionen, die sie im Laden in der Fressgasse zeigt, haben klassische Linien, die aber immer ein wenig ironisch gebrochen sind – durch eine witzige Stickerei, ein Accessoire oder Farben und Muster. Vieles fertigt sie im Atelier in den M-Quadraten auch als Einzelstück und auf Maß an, zum Beispiel Brautkleider oder Herren-Anzüge aus kostbaren Stoffen und mit Stehkragen.
Was ich an Mannheim liebe….

Ein klassisches Atelier führt Gabriele Franke. Hier stehen Büsten, auf die sie Etuikleider gezogen hat, oder auch Gehröcke in dunklem Samt. Für die Modemacherin sind sie eher Anschauungsobjekte, die sie ihren Kundinnen nach deren Wünschen auf den Leib schneidert. Inspiriert von der Tradition des Bauhauses ist ihr Stil zeitlos-elegant und auf charmante Weise schnörkellos – und immer uni. Franke hat festgestellt: Kundinnen und Kunden nehmen auch weitere Wege auf sich, wenn sie „ihre“ Schneiderin einmal gefunden haben. Und sie schätzen die Handwerkskunst, die sich in Verarbeitung und Passform niederschlägt – und im Gefühl, ein Unikat zu besitzen.
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Diese Erfahrung hat auch Heike Katzenberger gemacht. Die Schneidermeisterin gründete vor acht Jahren ihr Maßatelier „monte miau“ im Quadrat E7. Vor einigen Monaten hat sie es um einen Showroom erweitert. Die Kundschaft seien „Frauen, die Wert auf Individualität und perfekte Passform legen“, erzählt sie. Ihre Erfahrung: „Wer einmal eine Maßanfertigung getragen hat, trägt nicht mehr so gern Kleidung von der Stange.“ Heike Katzenberger wuchs in Heidelberg auf und lebte mehrere Jahre in Karlsruhe. Doch als sie überlegte, welcher Standort ideal für ihre Unternehmensgründung sein könnte, kam nur Mannheim infrage – wegen des „ganz eigenen Charmes der Stadt, der sich ja erst auf den zweiten Blick erschließt“, aber auch, „weil Mannheim ein gutes Pflaster für Gründer ist“.

Sie tauschte sich seinerzeit mit anderen im Gründerinnenzentrum in G7 aus, heute gibt es die Textilerei in C4, ein städtisch gefördertes Zentrum für junge Mode-Schaffende. Einige spannende junge Labels haben dort ihren Sitz, wie „Freifrau“ von Corinna Andres, die sich dem Thema Blusen widmet. Oder „Goldgarn“, die Jeans-Marke des Modeunternehmers Kerem Özcelik, bei der jedes Modell nach einem Mannheimer Stadtteil benannt ist und mit der er die Modewelt erobern will. Vorbild dafür könnte das Mannheimer Socken-Label „von Jungfeld“ sein. 2013 begannen Maria Pentschev und Lucas Pulkert, aus langweiligen Strümpfen ein modisches Statement zu machen und ihre ganz eigene Erfolgsgeschichte zu stricken. Längst haben die bunten Socken Liebhaber in ganz Deutschland gefunden.
© Mannheimer Morgen, Freitag, 21.07.2017